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diesseits.de

Rumkriegen leicht gemacht

Jemanden zu überzeugen oder auf die eigene Seite zu ziehen, ist das Schmiermittel unserer Gesellschaft. Wie das am besten gelingt, erklärt der Sozialpsychologe Kevin Dutton in seinem neuen Buch. Mittwoch, 22. Februar 2012

Die Fähigkeit, andere zu beeinflussen, sie so zu manipulieren, dass sie möglichst mit einem Lächeln auf den Lippen, genau das tun oder unterlassen, was wir möchten – diese Fähigkeit möglichst elegant zu beherrschen, Hand aufs Herz, das hat sich jeder schon mal gewünscht. Bloß warum haben wir meistens das Gefühl, dass wir auf andere reinfallen?

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Berlinale: Humanistische Themen räumen die Bären ab

Die italienischen Brüder Taviani haben bei den 62. Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären gewonnen. Ihr außergewöhnlicher Beitrag „Cesar must die“ war in diesem Jahr nicht der einzige Beitrag, der mit humanistischen Themen wie Menschenrechten und Aufklärung reüssierte. Dienstag, 21. Februar 2012

In der vergangenen Woche fragten wir, was denn einen guten Film aus humanistischer Perspektive ausmache und kamen zu dem Schluss, dass der Mensch mit seinen Wünschen, Träumen und Bedürfnissen im Vordergrund stehen sollte. Legt man diesen Maßstab an, dann haben bei der diesjährigen Berlinale vorrangig humanistische Filme reüssiert. Dies ist vielleicht nicht das ungewöhnlichste. Bemerkenswert hingegen ist, dass die Berlinale-Bären zu großen Teilen für Filme vergeben worden sind, in deren Mittelpunkt humanistische Themen und Fragestellungen stehen. Die religiösen Beiträge konnten die Jury offenbar nicht überzeugen.

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„Religionsfreiheit ist immer auch die Freiheit der Ungläubigen!“

Am vergangenen Montag traf Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, mit dem UN-Generalsekretär Ban Kin Moon in New York zusammen. Kauder behauptete dabei gegenüber Ban Ki Moon, dass das Christentum die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft der Welt sei. HVD-Vizepräsident Helmut Fink kritisiert die „eingeschränkte Perspektive“ bei dem Thema. Samstag, 18. Februar 2012

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder, hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass das Christentum die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft der Welt sei, um für einen besonderen Schutz christlicher Gläubiger zu werben. Ein Sprecher der Menschenrechtsorganisation Amnesty International konnte auf Anfrage im August 2011 Kauders Behauptungen jedoch nicht bestätigen. Verfolgt werden tatsächlich Angehörige jedes Glaubens bzw. Unglaubens. Die Verhaftung des saudi-arabischen Journalisten Hamsa Kaschgari zeigt ebenso wie der Fall des vom islamischen Glauben abgefallenen Alexander Aan in Indonesien, dem im größten muslimischen Land der Welt ein Prozess wegen Blasphemie droht.

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Startschuss in ein „Brandenburger Abenteuer“

Mit der Eröffnung der Geschäftsstelle in der Brandenburger Landeshauptstadt will der HVD Berlin-Brandenburg vor Ort aktiv werden und sich stärker in gesellschaftliche Debatten im Land Brandenburg einbringen. Freitag, 17. Februar 2012

Nach der „Schließung der Vernunftehe" im Sommer letzten Jahres folgt nun die eheliche Pflicht? Vielleicht trifft diese saloppe Formulierung den Kern. Denn nach der Fusion der Berliner und Brandenburger Humanisten bekommt der Verband in Brandenburg nun auch eine Adresse. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat heute seine Potsdamer Geschäftsstelle eröffnet. Diese befindet sich mitten im historischen Stadtkern der Brandenburger Landeshauptstadt unter der Anschrift Jägerstraße 36.

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Berlinale: Bemerkenswerte Blicke auf das Individuum im Wettbewerb

Noch sind nicht alle Stars und Sternchen über den roten Teppich am Potsdamer Platz in Berlin gegangen, aber bereits zur Halbzeit der Berlinale kann man feststellen, dass die Wettbewerbsbeiträge außergewöhnliche Blicke auf den Menschen werfen. Mittwoch, 15. Februar 2012

Was sollte ein guter Kinofilm aus humanistischer Perspektive bieten? Muss er ohne Glauben und religiöse Ansichten auskommen? Oder Fragen der Selbstbestimmung in den Vordergrund rücken? Muss er möglichst aufgeklärt, gar wissenschaftlich sein und für mehr Wissen sorgen? Für den Autor war beim Besuch einiger Berlinale-Veranstaltungen ausschlaggebend, dass der Mensch mit seinen Wünschen, Träumen und Bedürfnissen im Vordergrund steht.

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KORSO am Scheideweg?

Der Humanistische Verband hat sich als erste Mitgliedsorganisation des Koordinationsrat säkularer Organisationen (KORSO) vom Deutschen Freidenker-Verband (DFV) distanziert. Die Frage, wie es mit dem KORSO weitergeht, stellt sich. Mittwoch, 15. Februar 2012

Seit Beginn des "Arabischen Frühlings" hat sich der Deutsche Freidenker-Verband (DFV) immer wieder gegen die Aufstände der arabischen Bevölkerungen ausgesprochen und sich mit den in diesen Ländern herrschenden Despoten solidarisiert. Dabei erinnerten die Wortmeldungen des DFV in den vergangenen zwölf Monaten an ein kafkaeskes Schauspiel. Mal wurde zur Solidarität mit dem libyischen Volk aufgerufen, ein Ende der "Nato-Kriegsverbrechen" gefordert und dem libyischen Despoten Muammar al-Gaddafi die Unterstützung ausgesprochen.Der westliche Militäreinsatz in Nordafrika wird auf der Homepage des DFV zum Krieg kapitalistischer Aggressoren gegen eine friedliebende und "rechtmäßige" libysche Regierung stilisiert. Die USA und die Nato wollten nach Ansicht der Freidenker „den Reichtum Libyens plündern und das Land wieder kolonialisieren“ Die säkulare Szene kommentierte die politischen Auffassungen dieser „Kulturorganisation“, deren Mitgliederzahlen der evangelische Säkularismus-Experte Dr. Andreas Fincke zuletzt auf max. 3.000 schätzte, bisher nicht.

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Presseschau: New Humanist 1-2012

Die aktuelle Ausgabe von "New Humanist", dem Magazin der britischen Rationalisten, befasst sich im Leitartikel mit den Vorwahlen zu den im Herbst anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA. Mittwoch, 15. Februar 2012

Unter dem Titel Sie vertrauen auf Gott untersucht Abby Ohlheiser die Chancen der republikanischen Kandidaten, am 6. November gegen den amtierenden Präsidenten Barack Obama (Demokraten) gewinnen zu können. Ohlheiser schwingt sich nicht dazu auf, aus dem ursprünglichen Herausfordererfeld mit Rick Santorum, Ron Paul, Mitt Romney und Newt Gingrich sowie den inzwischen aus dem Wettrennen ausgeschiedenen Kandidaten Rick Perry, Herman Cain, Michele Bachmann und John Huntsman den potentiellen Herausforderer Obamas zu prophezeien. Aber ihrer Analyse der Anleihen und Unterstützer aus dem religiösen Spektrum ist höchst interessant und es mangelt ihr keineswegs an Aktualität.

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„Die Qualität einer Gesellschaft zeigt sich an dem Umgang mit den Sterbenden“

Ein Bericht von einer Fachtagung des HVD Berlin-Brandenburg und der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Sterben in einer Migrationsgesellschaft Dienstag, 14. Februar 2012

Sterben in der Migration. Der Vater oder die Mutter, die Frau oder sogar das Kind. Nicht wie geplant zu Hause, sondern fern der Heimat. Eigentlich wollten die wenigsten Zuwanderer in Deutschland alt werden. Sie kamen, um hier zu arbeiten und dann zurück in ihr Heimatland zu gehen. Irgendwann. Mittlerweile leben 1,4 Millionen Menschen der über 65-Jährigen mit einer Migrationsgeschichte in Deutschland, davon unter anderem 170.000 Türken, 130.000 Polen, 106.000 Russen und 130.000 Asiaten − Menschen, auf deren kulturspezifischen Bedürfnisse sich die Pflege, die medizinische Versorgung und die Sozialdienste zunehmend einstellen müssen.

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HVD begrüßt Pläne der Bundesregierung zur Schmerzmittelausgabe an Palliativpatienten

Mit eine Novelle der Apothekenbetriebordnung und des Betäubungsmittelgesetzes sollen Ärzte kübftig die Möglichkeit haben, an schwer kranke Palliativpatienten schmerzstillende Medikamente auszugeben. Bislang durften dies nur Apotheker. Palliativverbände und Trägerorganisationen von Hospizen begrüßen die Pläne. Dienstag, 7. Februar 2012

Mit der Novellierung der Apothekenbetriebsordnung (ABO), die die Bundesregierung heute beschlossen hat, sollen Patienten künftig besser versorgt werden und auf weniger bürokratische Hürden stoßen. Dies sind zumindest die Hoffnungen, die Angela Merkels Kabinett mit der am vergangenen Donnerstag beschlossenen Verordnung von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) für eine Neufassung der ABO verbindet.

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Humanistische Fachschule in Berlin nimmt Arbeit auf

Dreizehn Frauen und sechs Männer haben am Montag ihr Teilzeitstudium an der vom HVD Berlin-Brandenburg neu gegründeten Humanistischen Fachschule für Sozialpädagogik (HFS) in Berlin begonnen. Sie bilden den ersten Jahrgang an der von der Erziehungswissenschaftlerin Beate Heeman geleiteten Erwachsenenschule. Dienstag, 7. Februar 2012

Die Humanistische Fachschule für Sozialpädagogik (HFS) in Berlin ist eine Humanistische Weltanschauungsschule mit reformpädagogischem Konzept und reflektiert die Prinzipien des Humanismus in allen Lebensbereichen. Dies wird in der Lernatmosphäre erkennbar (Stichworte: Anerkennung, Respekt, Wertschätzung). Lernen und Leben werden im humanistischen Bildungskonzept miteinander verbunden. Neben dem humanistischen Bildungskonzept liegt ein weiterer Schwerpunkt der Schule auf der Vereinbarkeit von Theorie und Praxis.

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Frauen- und Menschenrechtsorganisationen fordern mehr Engagement im Kampf gegen Genitalverstümmelung

Die Stiftung Weltbevölkerung und das Netzwerk zur Überwindung der Genitalverstümmelung INTEGRA fordern am heutigen Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung ein engagierteres Vorgehen gehen die grausame Praxis, von der jedes Jahr drei Millionen Mädchen betroffen sind. Montag, 6. Februar 2012

Insgesamt sind Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge weltweit bis zu 140 Millionen Mädchen und Frauen, vor allem in afrikanischen Ländern wie Somalia, Ägypten, Sudan, Äthiopien, Guinea, Eritrea und Mali, von Genitalverstümmelung betroffen. Die meisten seien zum Zeitpunkt des Eingriffs nicht einmal 15 Jahre alt, teilte die Stiftung Weltbevölkerung mit. Bei der grausamen Praktik der Genitalverstümmelung, die in vielen Kulturen als wichtiges Initiationsritual gilt, wird die Klitoris teilweise oder vollständig entfernt. In besonders gravierenden Fällen wird die Vagina zugenäht und nur eine kleine Öffnung belassen. Meist wird der Eingriff von Laien, ohne Narkose und mit einfachen Hilfsmitteln wie Glasscherben oder Rasierklingen durchgeführt. Für die Frauen und Mädchen bedeutet die Genitalverstümmelung neben lebenslangen Traumata oft Infektionen, Blutungen und Komplikationen bei der Geburt, die zum Tod führen können. Am heutigen Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung machen verschiedene Organisationen auf diese Fakten aufmerksam.

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Begriffsklärung: Humanistisches Judentum

Ist die religiöse Kategorie des Judentums mit den humanistischen Werten vereinbar? Humanisten debattieren seit einer knappen Woche im Forum der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU) angeregt diese Frage. Dienstag, 7. Februar 2012

Kann es ein Humanistisches Judentum geben? Und wie wäre dieses inhaltlich zu greifen bzw. zu definieren? Die Gesellschaft für Humanistisches Judentum (Society für Humanistic Judaism, SHJ), die 1963 von Rabbi Sherwin Wine in Michigan gegründet wurde, bietet den Anlass für die Debatte. Auf ihrer Homepage heißt es, dass unter der „mensch-zentrierten" Philosophie des Humanistischen Judentums eine „nichttheistische Alternative eines zeitgemäßen jüdischen Lebens" zu verstehen sei, in dem die jüdische Kultur und Identität mit humanistischen Werten und Ideen in Einklang stehe. Skeptische Humanisten fragten daraufhin, ob sich das Konzept des humanistischen Judentums eher am säkularen Humanismus oder vielmehr an einer religiösen Form, wie dem vom Vatikan ausgerufenen „christlichen Humanismus", orientiere?

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International HUMANIST NEWS

Wie steht es um die Menschenrechte von Migranten? Dieser Frage widmet die internationale Union der Humanisten (International Humanist and Ethical Union, IHEU) ihr aktuelles Magazin "International HUMANIST NEWS". Montag, 6. Februar 2012

Die fünf Autoren nähern sich in ihren Beiträgen dem Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Am spannendsten ist dabei zweifellos der Artikel des UNESCO-Delegierten von IHEU, Sam Ayache, der eine ebenso demokratische wie humanistische Antwort auf das Phänomen der Migration fordert. Migration müsse heute vielmehr als „menschliche Mobilität" verstanden werden, die weltweit innerhalb von Staaten sowie über Länder und Kontinente hinweg stattfinde und vor allem wirtschaftliche Ursache habe. Eine humanistischer Umgang mit Migration müsse daher vor allem auf dem Prinzip der Nicht-Diskriminierung basieren, fordert Ayache, um Arbeitskräften unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen und Möglichkeiten einzuräumen. Die Sphäre der kulturellen Rechte hält Ayache hingegen nicht für relevant, wenn es darum geht, eine humanistische Perspektive zum Umgang mit Migration zu finden.

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Variationen im Humanismus

Der Direktor der Humanistischen Akademie, Dr. Horst Groschopp, hat eine über 80 Seiten zählende, alphabetische Sammlung zum Wortgebrauch von „Humanismus“ in deutschsprachigen Texten zusammengestellt. Bei der Lektüre gerät man ins Staunen. Montag, 6. Februar 2012

Die Vertretungen eines „praktischen Humanismus" fragen sich derzeit, ob ihr Humanismus „weltlich" oder doch eher „säkular" ist, neuerdings gar, ob es einen „spirituellen Humanismus" gibt. Da kommt eine soeben bei der Online-Zeitschrift humanismus aktuell veröffentlichte Studie von Dr. Horst Groschopp ganz gelegen, die eine Alphabetische Sammlung zum Wortgebrauch von 'Humanismus' in deutschsprachigen Texten bringt und die vom „abendländischen" bis zum „zweiten Humanismus" reicht. Da fragt man sich doch glatt, was denn der „erste" war und ob es einen „dritten" gab oder noch gibt. Ja, gibt es, ob noch, wer weiß? Aber ein vierter nein; dafür aber einige „neue" (logischerweise gibt es auch mindestens einen „alten"). Wer das sucht, findet dort die Belege.

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Polen: Palikot-Führer glaubt an Reinkarnation

Janusz Palikot, der Anführer der antiklerikalen polnischen “Bewegung zur Unterstützung Palikots“, die im vergangenen Herbst als drittstärkste Fraktion in das polnische Parlament eingezogen ist, glaubt an Reinkarnation und die platonische Vielgötterlehre. Freitag, 27. Januar 2012

Dies geht aus einem Interview mit dem polnischen Magazin Gazeta Wyborcza hervor. Gefragt nach seiner Position zur Abtreibung – die Partei hatte sich im Wahlkampf für die Lockerung des Abtreibungsverbots ausgesprochen – sagte er, dass er keineswegs der Ansicht sei, dass eine Abtreibung nicht auch eine seelische Belastung darstelle. Ob sich eine Frau allerdings einer solchen unterziehen dürfe, sei keine Frage, die gesetzlich zu regeln ist, sondern eine „spirituelle" Entscheidung, eine Frage des persönlichen Gewissens.

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Von der Gesellschaft ausgespuckt

Hans Weingartner erzählt in seinem neuen Film "Die Summe meiner einzelnen Teile" vom Zusammenbruch und Aufrappeln eines Mathematikers, dessen neues Lebensmodell aus unserer wirtschaftsorientierten Zeit fällt. Dienstag, 24. Januar 2012

Hans Weingarnter lag mit seinen Kinofilmen bisher immer richtig. Kaum ein deutschsprachiger Regisseur hat ein solches Gespür für gesellschaftliche Stimmungen und Atmosphäre. Sein Filmdebüt Das weiße Rauschen, in dem er die Geschichte des schizophrenen Lukas in eindringlichen Bildern erzählt, erschien im Jahr 2002, kurz nach der politischen Agonie Ende der 1990er Jahre in Deutschland und mitten in einem Wahlkampf, in dem Sozialdemokraten nicht mehr von Christdemokraten und Liberalen zu unterscheiden waren. Die Wirklichkeit selbst war schizophren, als Das weiße Rauschen die deutschen Kinos eroberte.

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Presseschau: Sceptical Inquirer 1-2012

Im aktuellen Magazin für Wissenschaft und Vernunft geht es um funktionierende und nicht-funktionierende Alternativen. Während etwa die Alternativmedizin in Amerika mit Milliardenbeträgen „wissenschaftliches“ Backing erhält, hapert es bei der weiteren Forschung nach einer fleischlichen Alternative an den Finanzen. Montag, 23. Januar 2012

Eine Antwort auf die Frage, wie man mit dem Fleischhunger einer wachsenden Weltbevölkerung umgehen kann, liegt sicherlich im Verzicht auf Fleisch, wie es in unserer aktuellen Ausgabe empfohlen wird. Doch ob das reicht, um die gravierenden Folgen der Fleischproduktion für Mensch und Umwelt zu lindern, ist fraglich. In-Vitro-Fleisch – so könnte die zweite Antwort auf die Frage lauten. Dieser Ansicht ist zumindest der Autor eines gleichnamigen Beitrags in der aktuellen Ausgabe des Skeptical Inquirer, Kenneth W. Krause. Krause meint, dass In-Vitro-Fleisch die nahrungsproduzierenden Industrie revolutionieren könnte, macht aber auch deutlich, dass bis dahin noch einige Probleme zu lösen sind, für die es vor allem eines braucht – ausreichende Forschungsgelder.

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Es gibt kein richtiges Leben im falschen

Mit „Stuck Rubber Baby“ kann das Opus Magnum des amerikanischen Comiczeichners Howard Cruse nun wiederentdeckt werden. Darin arbeitet er die Verfolgung von Schwarzen und Homosexuellen im Amerika der 1960er Jahre auf. Montag, 23. Januar 2012

Es ist selten der Fall, dass sich ein Leser nach der Lektüre eines Comics fragt, was er denn eigentlich schon wisse von all dem, was er da gerade erfahren hat. Howard Cruse versetzt seine Leser mit seinem monumentalen Comic Stuck Rubber Baby in diese Lage. Er lässt darin sein Alter Ego Toland Polk auf die Ereignisse in der kleinen amerikanischen Stadt Clayfield Anfang der 1960er Jahre zurückblicken. Seine Leser bekommen so ein Bild des damaligen Amerika, wie es die meisten schon vergessen haben, geprägt von Rassenhass und Gewalt.

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Bedingungen und Praxis der Sterbehilfe

Um die Bedingungen und Praxis der kontrovers diskutierten Sterbehilfe in Deutschland ging es am 11. Januar 2012 im Kulturzentrum PFL in Oldenburg. Der Humanistische Verband Oldenburg hatte zu diesem Vortragsabend mit anschließender Fragerunde eingeladen, zu dem zahlreiche Interessenten erschienen waren. Freitag, 20. Januar 2012

Käthe Nebel, Mitglied des Humanistischen Verbands und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, erklärte in ihrem Vortrag, dass die in diesem Zusammenhang häufig verwendete Bezeichnung „Selbstmord" nicht zutreffend ist, da kein Mord im juristischen Sinne vorliegt. Richtig sei in diesem Zusammenhang die Verwendung der Begriffe „Suizid" oder „Selbsttötung". In ihrem rund 30-minütigen Referat stellte die engagierte Humanistin den Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe dar und berichtete über die Aktivitäten von derzeit drei praktizierenden Sterbehilfe-Organisationen in Deutschland und der Schweiz.

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Presseschau: MIZ 4/2011

Dem Verhältnis von Frauen und Religion geht das aktuelle IBKA-Magazin ausführlich auf den Grund und scheut sich auch nicht, selbstkritische Fragen zum Verhältnis von Frauen und Atheismus zu stellen. Freitag, 20. Januar 2012

Darf man einen Text über ein Magazin mit den gleichen Worten beginnen, wie das Magazin selbst? Die Frage liegt bei der aktuellen Ausgabe der Materialien und Informationen zur Zeit (MIZ) nahe. Denn den Schwerpunkt Frauen und Religion leitet MIZ-Redakteurin Daniela Wakonigg natürlich mit Goethe ein. „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ – in Goethes Faust von Gretchen an Faust gerichtet, wird nun an die Frauen selbst gerichtet.

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